Facebook Tipp: Abwechslung auf der Facebook-Seite mit dem Facebook Cover Change

August 27, 2013

Die Klaviatur der Facebook-Seite ist groß – die Hervorhebung von Facebook Beiträgen, der Einsatz zielgruppenrelevanter Apps oder der Wechsel des Facebook Cover Bildes stellen Möglichkeiten dar, die Seite für den Fan abwechslungsreich zu gestalten. Apropos Facebook Cover – Wie oft sollte man bestenfalls das Coverbild wechseln? Wir haben dazu eine kleine Erhebung durchgeführt. Dazu untersuchten wir die 20 führenden deutschen Facebook-Seiten laut SocialBakers. Natürlich könnte man die Studie noch zusätzlich unter dem Aspekt Comments & Share erweitern oder diese Daten zu einem Engagement-Score verdichten. Um den Aufwand überschaubar zu halten, haben wir in dieser Erhebung nur den Like-Score betrachtet. Abgestellt auf die Anzahl Likes, die der Cover-Wechsel erhalten hat, ergab sich folgendes Bild:

Facebook Cover Bild Wechsel bei deutschen Facebook-Seiten

Facebook Cover Bild Wechsel bei deutschen Facebook-Seiten

Entgegen vieler deutscher Unternehmen, die das Facebook-Coverbild nur 2-3 Mal pro Jahr oder weniger wechseln, zeigte sich unter dem Aspekt der Likes, dass das Cover bestenfalls ca. einmal pro Monat gewechselt werden sollte. Für Ihre Facebook-Strategie sollten Sie bei der Beauftragung Ihrer Agentur berücksichtigen, dass Sie den regelmässigen Wechsel des Facebook-Covers mit einbriefen.

100 weitere Tipps zu Facebook finden Sie übrigens im neuen Buch von Frank Mühlenbeck. Das Buch mit dem Titel „Die TOP100 Strategie für Facebook Marketing -100 Praxis-Tipps zur Positionierung Ihrer Marke und zum Verkauf Ihrer Produkte mit Facebook-Seiten, Apps, Ads, Plugins & Co.“ Ist auf Amazon bestellbar.

top100_cover

 


Nach der Bundesliga-App gibt es jetzt au

März 12, 2013

Nach der Bundesliga-App gibt es jetzt auch die Papstwahl-App. Einziger Unterschied: Der weiße Rauch steigt nicht in der Südkurve auf… http://ow.ly/iN0A6


Social Media Anwendertipp „Browser-Toolbar“… Lassen Sie sich nicht mehr verpassen!

September 7, 2010

Aufwand: 4-8 Wochen

Ähnlich wie bei einer Handy-App begleitet Sie eine Browser-Toolbar immer beim Surfen im Internet. Allein für den Mozilla Firefox Browser gibt es Hunderttausende Add-ons, also Programme, die Sie zusätzlich installieren können. Die Google-Toolbar gehört zu den beliebtesten Add-ons, die eine Suche bei Google direkt über die Symbolleiste ermöglicht.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen ein kleines Beispiel, bei dem wir erfolgreich eine Browser-Toolbar entwickelt haben. Die Cashback-Plattform MeinAnteil.de bietet bei mehreren Hundert Shops im Internet eine Art Rabatt in Bargeldform an. Sobald der Kunde von MeinAnteil.de zum Shop klickt und dann dort bestellt oder sich anmeldet, erhält er dafür eine Provision von MeinAnteil.de. Einziges Problem: Er kann sich nicht alle Shops merken, die bei MeinAnteil.de gelistet sind. Aus diesem Grund wurde ein Add-on für die Firefox-Toolbar entwickelt, die immer dann dem Kunden einen Hinweis gibt, wenn er auf einer Shop-Partner-Webseite surft. Wenn man beispielsweise auf otto.de vorbei surft, fährt dezent ein Balken herunter, der über Cashback und vorhandene Gutscheine informiert. Mit einem Klick landet der Nutzer auf der Detailinformation zum Shop auf MeinAnteil.de. Ein weiterer Klick zurück auf den Shop sichert dem Nutzer seine Provision. Der Toolbar wurde der Name „Sparmelder“ verpasst. Anschließend wurde sie auf dem Firefox-Portal für Add-ons zum Download angeboten. Bereits nach wenigen Tagen verzeichnete die Plattform über 1.000 Downloads.

Mozilla bietet dem Entwickler von Toolbars diverse Statistiken über Downloads und aktuelle Installationen. Allerdings muss man etwas Zeit mitbringen, bis ein Add-on offiziell freigegeben wird. Nachdem man sich als Entwickler angemeldet hat, muss die Software hochgeladen werden. Einige Tester aus der Mozilla-Community prüfen die Software und geben sie dann nach ca. 3-4 Wochen für alle zum Download frei. Die Plattform von Mozilla ist für Sie als Add-on-Hersteller eine kostenlose Vertriebsbasis, da hier monatlich ca. 40 Millionen Downloads registriert werden.

Das Ergebnis: Die Toolbar sorgt aus Sicht des Betreibers sowohl für Neukunden als auch für steigende Umsätze – und der Kunde erhält einen klaren Mehrwert – die Toolbar hilft beim Sparen.

Wenn Sie eine Toolbar entwickeln, achten Sie auf Folgendes:

Analysieren Sie z.B. mit Google-Analytics, mit welchen Browsern Ihre Zielgruppe schwerpunktmäßig Ihre Webseiten absurft. Hieraus entsteht eine Priorisierung in der Entwicklung. Wundern Sie sich übrigens nicht über die im Vergleich zu Firefox höheren Entwicklungskosten bei einer Toolbar für den Internet Explorer – der Aufwand ist einfach höher!

Weiterhin sollten Sie bei der Konzeption berücksichtigen, dass der Internetnutzer nicht durch die Toolbar gestört bzw. genervt wird. Sonst wird sie sehr schnell wieder deinstalliert und hat damit keinen Erfolg.

Bei der Vermarktung von Add-ons halten Sie Ausschau nach Download-Portalen und stellen Sie die Software dort ein. Einige Portale bieten zur Vermarktungsunterstützung kostenpflichtige Dienste an, die sie sich meistens per „Pay per Download“ bezahlen lassen. Im Einzelfall kann das zu Beginn sinnvoll sein, um schnell einen Eintritt in den Markt zu erzielen. Letztlich hängt es von Ihrem Budget ab.

99 weitere Tipps zum praktischen Einsatz von Social Media Marketing finden Sie in unserem neuen Buch „Die TOP100 Social Media Strategie – 100 Praxis-Tipps zur Positionierung Ihrer Marke und zum Verkauf Ihrer Produkte mit Facebook, YouTube, Twitter & Co”

Social Media Marketing in der Praxis mit 100 Tipps


Social Media Praktikum bei Brain Injection – Zwei Erfahrungsberichte

August 25, 2010

Wenn ich mein Praktikum bei Brain Injection in einem Wort beschreiben müsste, würde ich „like“ sagen.

(Julia Arnoldi)

Das ganze Team besteht nicht nur aus Mitarbeitern, sonder ebenfalls aus Freunden. Mit einer so lockeren und entspannten Atmosphäre macht die Arbeit noch mehr Spaß. (Vor allem wenn man bei 36 Grad im Büro ein Eis vom Chef spendiert bekommt.)

Ich muss gestehen, ich ging in das Praktikum mit einem Gefühl, ich kenne mich mit Social Media aus, doch nun weiß ich, dass ich damals noch wenig Ahnung hatte. Social Media aus wirtschaftlicher Sicht ist nochmal etwas ganz anderes als das was ich bisher als Nutzer kennengelernt hatte. Mit diesem Praktikum habe ich wirklich sehr viel lernen können, nicht nur über Social Media, sondern ebenfalls wie so eine normale Arbeitswoche abläuft.

An diese Fülle an neuem Wissen konnte ich jedoch nur gelangen da wir in fast alle Projekten einbezogen wurden und mitarbeiten durften, und Projekte gab es reichlich. Die Arbeit macht unglaublich Spaß wenn man merkt, dass das was wir tun Früchte trägt und bereits viel zu dem Erfolg von Projekten beiträgt. Zudem hatte man uns gegenüber, anders als in großen Unternehmen, keine Furch davor, Verantwortung von Anfang an zu übertragen. Das macht unglaublich Stolz und Motiviert, gute Arbeit zu leisten.

Die drei Monate Praktikum bei Brain Injection sind verflogen und es hat mir super gut gefallen. Ich habe nicht nur viel Spaß gehabt sondern auch Unmengen gelernt. Vielen Dank für dieses tolle Praktikum! Ich „like“ Brain Injection!  ; )

Chrissy @ Brain-Injection – Mein Praktikum

(Christiane Mußmacher)

Facebook, Twitter, Digg, StudiVZ, Xing, Google, Flickr, Mr Wong, Wer-Kennt-Wen und Co – Social Media, Web 2.0, User Generated Content, Crowd Sourcing …

… dies sind nur einige Begriffe, die in unserem Wortschatz kaum noch wegzudenken wären. Und viele Internet-User, insbesondere die „Digital-Natives“, wie meine Generation im Internet auch gern genannt wird, könnten sich ein Leben ohne garnicht mehr vorstellen. Und so auch ich nicht….

Zu Beginn des Praktikums dachte ich, ich kenn mich eigentlich ganz gut aus. Ich habe ein Profil in den großen Communities, nutze hin und wieder Twitter, manchmal auch Fourssquare, habe schonmal einen Blog verfasst und Google ist aus meinem Leben sowieso nicht mehr wegzudenken.

Heute, an einem meiner letzten Tage als Praktikantin bei Brain-Injection kann ich sagen: Da ist so viel mehr! Und gerade aus wirtschaftlicher Sicht sind die Ausmaße und das Potential von Social Media fast unvorstellbar. In den letzten 12 Wochen habe ich jede Menge gelernt und Einblicke in die verschiedensten Tätigkeitsbereiche von Brain-Injection bekommen, ein Start-Up, das genauso kreativ wie innovativ ist. Selbstständiges Arbeiten war von Anfang an Programm, denn bei Brain-Injection arbeitet man an Projekten, die es so vielleicht noch nie gegeben hat.

Ob Studien verfassen, Marketing Strategien entwickeln, das Web durchforsten, einen Workshop besuchen, Kunden analysieren, die Internetseite pflegen, Projekte planen, Brainstormrunden oder Suchmaschinenoptimierung betreiben, es wurde nie langweilig oder monoton.

Social Media und Social Media Marketing ist das Business von Brain-Injection; Klemens und Frank das Herz des Unternehmens. Mit viel Freude und Spaß sind die Chefs voran gegangen und haben mich mit der Vision, dass Social Media nicht nur unsere Kommunikation, sondern die Welt verändert, angesteckt.

Danke für die tolle Zeit! – natürlich auch an Wolfgang, Dirk, Leo, Julia, Marion, Anika, Christian und Christian, Marit und den Rest des BrunoMedia Teams -, denn die hatte ich wirklich …!


Social Media Strategie „Crowdsourcing im Praxiseinsatz“ – Kosten senken und Umsatz erhöhen!

Oktober 19, 2009

Was bedeutet Crowdsourcing?

Crowdsourcing (engl. Crowd = Menschenmasse) bedeutet sinngemäß, aus der Masse das Beste herauszufischen. Eine konkrete Form findet sich bei Wikipedia, bei der eine Masse von Menschen an einem gemeinsamen Projekt arbeitet und dieses laufend weiterentwickelt. Im Unternehmenseinsatz entdeckt man erste Crowdsourcing Lösungen beispielsweise in der IT-Branche bei DELL und in der F&B Branche bei Tchibo. DELL hat mit der Ideenplattform www.ideastorm.com eine Website geschaffen, auf der bestehende und potentielle Kunden Ideen für neue DELL Produkte formulieren können. So wurde beispielsweise die Idee eingetragen, DELL Systeme nicht nur mit Windows, sondern auch mit Linux Betriebssystemen zu produzieren. Bis zu dieser Stelle produziert die Crowd erst einmal Inhalte. Um nun aus allen Ideen die besten herauszukristallisieren, können andere Kunden die Vorschläge für neue Produkte bewerten. Automatisch kommen die bestbewerteten Ideen aus der Masse an Ideen zum Vorschein. Die Folgen dieses Crowdsourcing-Ansatzes spiegeln sich in den Vorteilen wieder, die wir im Folgenden aufzählen.

Vor- und Nachteile von Crowdsourcing

Welche konkreten Vorteile entstehen durch Crowdsourcing?

  1. Crowdsourcing schält aus dem Wissen der Masse das „Beste“ heraus.
  2. Crowdsourcing enthält Hinweise auf die Kaufbereitschaft von Produkten. Wenn bereits 1000 und mehr Kunden eine Idee für gut halten und diese entsprechend bewerten, könnte die Plattform im nächsten Schritt diese Kunden informieren und die Kaufbereitschaft in einen Kauf konvertieren.
  3. Crowdsourcing ist günstig. Wenn die Plattform einmal steht, werden die besten Ideen automatisch gefunden. Die Kunden bringen Ideen aus Eigeninteresse in die Plattform ein. Das Unternehmen muss damit nicht teure Arbeitskräfte dauerhaft einstellen, die in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung nach neuen potentiell interessanten Produkten forschen. Auch der Produkt-Manager muss nicht mehr 5 Brainstorming Runden pro Woche mit seinem Team machen, um dann Ideen für neue Produkte zu entwickeln. Am Ende müssen die neuen Ideen auch nicht aufwendig durch Befragungen und Ähnliches am Markt getestet werden, ob der Einsatz oder die Entwicklung Sinn machen. Die Kunden sagen Ihnen bereits, was sie für Produkte erwarten.

Crowdsourcing soll nicht schlussendlich den Produkt-Manager oder den F&E-Manager ersetzen. Aber der neue Kanal erfordert ein effizientes Management und die Frage, ob die derzeitige Organisationsstruktur im Unternehmen und die Anzahl Mitarbeiter einzelner Abteilungen noch in dieser Form sinnvoll ist.

Welche Nachteile können entstehen?

Das Schwierige bei einer Crowdsourcing-Strategie besteht darin, die Masse der Mitglieder dazu zu motivieren, an einem Projekt teilzunehmen. Aus diesem Grund müssen Sie in Ihrem Konzept genau diese Frage nach der Zielgruppenmotivation beantworten. Dazu müssen Sie wiederum die Zielgruppe der Plattform genau kennen. Hier stellen sich die klassischen Fragen, die aus den Grundlagen des Marketings bereits bekannt sind:

Wer ist die Zielgruppe?
Wo ist die Zielgruppe?
Warum soll die Zielgruppe an der Plattform teilnehmen?

Und eine besonders wichtige Frage sollten Sie dabei nicht außer Acht lassen:

Ist die Zielgruppe affin für Social Media?

Wenn Sie ohne die Beantwortung dieser Fragen eine Crowdsourcing-Plattform aufsetzen, um zum Beispiel neue Produktideen für Ihr Unternehmen zu sammeln, besteht die Gefahr darin, dass keiner teilnimmt. Dann bleiben Sie auf den Kosten für die Entwicklung und den Betrieb der Crowdsourcing-Plattform sitzen.

Ein weiterer Nachteil kann entstehen, wenn die Vorschläge für neue Produkte überhaupt nicht mit den bisherigen Plänen Ihres Unternehmens einhergehen oder gegen die Philosophie des Unternehmens verstoßen. Man darf die Macht der Kunden, die auf solchen Plattformen entstehen kann, nicht unterschätzen. Je mehr man aber die Macht einschränkt, desto weniger Motivation haben Kunden, die Plattform zu nutzen. Eine Einschränkung kann beispielsweise dadurch bestehen, dass die Kundenvorschläge vor einer Publizierung erst durch einen Administrator freigegeben werden müssen, der vom Unternehmen angestellt ist.

Welche Ziele lassen sich mit einer Crowdsourcing Strategie erreichen?

Mit Crowdsourcing kostengünstig neue Ideen für das Unternehmen entwickeln

DELL hat mit seiner Plattform www.ideastorm.com bisher über 300 Produktideen tatsächlich entwickelt. Für diese Ideen wurden die andernfalls angefallenen Kosten für Marktforschung eingespart.

Mit Crowdsourcing die Produktpalette stark ausweiten

Istockphoto bietet Millionen von Fotos und Bildern unter www.istockphoto.com zum kostenpflichtigen Download an. Die Plattform selbst hat aber die wenigsten Fotos selbst gemacht. Vielmehr haben die Nutzer Fotos gemacht, die sie über die Webseite zum Verkauf anbieten. Istockphoto wird als Betreiber an den Verkaufsumsätzen beteiligt und übernimmt die Abwicklung.

Mit Crowdsourcing kleine Arbeiten von einer Vielzahl Menschen machen lassen

Der Mechanical Turk von Amazon vermittelt Arbeiter, die auf der Basis von Cent-Beträgen kleine Aktivitäten ausführen. https://www.mturk.com/mturk/welcome

Crowdsourcing für die Verteilung von Risiken im Finanzsektor – „Social Lending“

Auf Plattformen wie www.Smava.de finden sich immer mehr Kreditgeber und Kreditnehmer, die sich Geld leihen. Die Verteilung von Risiken erfolgt dadurch, dass mehrere Kreditgeber auch für kleine Kredite ihr Kapital gesammelt an eine Person zur Verfügung stellen und dafür Zinsen erhalten.

Mit Crowdsourcing Kosten für Support und Kundenservice einsparen

Wiederum ist DELL als Vorbild zu nennen. DELL betreibt Support-Blogs und Foren, die einmal gestellte Fragen publizieren und Lösungsansätze diskutieren. Der Dialog mit den Kunden schafft schnell Mehrwerte und federt x-fache Telefonate bei der Kundenhotline ab. Das Unternehmen bezifferte unlängst die eingesparten Kosten für Support und Kundenservice auf 11 Millionen Dollar pro Jahr.

Crowdsourcing im elektronischen Handel – „Social Commerce“

Wenn Menschen eine Kaufentscheidung treffen, fragen sie zunehmend Freunde und Bekannte. Über neuere Plattformen können sie bei einem Kauf andere Kunden fragen oder nach der Bewertung einer Vielzahl von Kunden vorgehen, die ein bereits gekauftes Produkt bereits bewertet haben. Die Masse an Kunden kann dem potentiellen Käufer mehr bei einem Kauf beeinflussen als der Rat eines Verkäufers, da die Masse im Zweifelsfall vertrauenswürdiger ist. Diese Form findet sich auch im Tourismus-Sektor bei Hotelvergleichssystemen wie www.Tripadvisor.com oder www.holidaycheck.de.

Welcher finanzielle Aufwand steckt hinter einer Crowdsourcing Strategie?

Zunächst brauchen Sie ein Budget für die Erstellung eines Crowdsourcing-Konzepts. Wir gehen so vor, dass wir in einem ersten Workshop die wichtigsten Fragen aufwerfen und gemeinsam beantworten. Die nächsten Schritte werden festgelegt. Eine Zielgruppenanalyse und die Frage, ob das Unternehmen bereits in der Lage ist, Social Media Marketing durchzuführen erheben wir mit einer speziellen SWOT-Analyse für Social Media Capabilities. Je größer das Unternehmen ist, desto wichtiger ist die vorhergehende SWOT Analyse.

Steht das Konzept, wird nach geeigneten Lösungen am Markt gesucht, die den Anforderungen an Budget und Funktionalität entsprechen. Wir besitzen eine eigene Crowdsourcing-Lösung, die bei Bedarf auch eingesetzt werden kann.

Die Projekte starten je nach Aufwand bei ca. 20.000 Euro, nach oben hin offen.

Neben den einmaligen Projektkosten fallen dauerhafte Kosten für den Betrieb an. Abhängig von der gewünschten Kapazität und der personellen Betreuung starten die Kosten ab ca. 1.500 Euro monatlich.

Die Einsparungspotentiale für Marktforschung, Produktentwicklung, Kundenservice und Support gehen je nach Größe des Unternehmens schnell in Millionengrößen.

Wenn Sie sich für eine Crowdsourcing-Strategie entscheiden oder fragen dazu haben, wenden Sie sich an unsere Social Media Beratung Brain Injection.


CDU verliert die Wahl – Verkehrte Parteienwelt im Social Web

September 25, 2009

Das Social Web stellt die Parteienlandschaft und die Prognosen der Wahlforscher der anstehenden Bundestagswahl auf den Kopf. Wenige Tage vor der Wahl würde das Ergebnis folgendermaßen ausgehen, wenn es nach der Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken wie StudiVZ und Facebook ginge:

  1. Piratenpartei
  2. Linkspartei
  3. Die Grünen
  4. FDP
  5. SPD
  6. CDU

 

Abbildung 1: Größe und Qualität der Wahrnehmung der deutschen Parteien in sozialen Netzwerken

Social Media Monitor der Politik vor der Wahl 2009

Quelle: Social-Media-Monitor von Brain Injection http://www.brain-injection.com 

 

Die Social Media Beratung Brain Injection analysierte in Zusammenarbeit mit der Cologne Business School die 6 wichtigsten Social Networks und 4 Video Plattformen hinsichtlich der Wahrnehmung der Parteien kurz vor der Bundestagswahl. Zusammengefasst wurde zunächst, wie viele Mitglieder sich in wie vielen Gruppen zu einer Partei zusammenschließen. Neben dem sich daraus ergebenden „Aktivitätsindex“ erstellte Brain Injection unter Leitung von Frank Mühlenbeck auch einen „Wahrnehmungsindex“, der die Tonalität der Aktivität bewertet,  Meinungsäußerungen also positiv oder negativ sind.

Im Ergebnis wich die Qualität der Wahrnehmung der verschiedenen Parteien massiv vom voraussichtlichen Wahlergebnis abweicht. „Die großen Volksparteien haben nicht nur eine negative Wahrnehmung im Social Web, sondern auch weniger Internetuser in den Sozialen Netzwerken, die sich mit ihnen befassen“, erklärt Prof. Dr. Klemens Skibicki, Professor für Marktforschung. Während die CDU laut aktuellen Umfragen stärkste Partei werden wird, ist die Wahrnehmung der Partei in den sozialen Medien die negativste aller analysierten Parteien.

Die Analyse der Daten zeigte, dass die Piratenpartei in den sozialen Medien den höchsten und damit positivsten Wert in Bezug auf die Wahrnehmung der Partei erreicht – ein Umstand, der wohl auf den Ursprung der Piratenpartei aus der Gemeinde der Internetnutzer zurückzuführen ist. Auch die Menge der Nutzer, die im Social Web mit der Piratenpartei sympathisieren, war größer als bei jeder anderen Partei. Die CDU hingegen, mit der sich die zweitmeisten Internetuser in sozialen Medien beschäftigen, erzeugt sehr gespaltene Reaktionen. Jedoch überwiegt, besonders im Vergleich mit anderen Parteien, eine negative Wahrnehmung der Partei. Gemessen an der Größe der Parteien zeigt sich, dass – obwohl die CDU die deutlich größere Partei ist – die Piratenpartei viel mehr Sympathisanten hat, die ihre Affinität zur Piratenpartei im Social Web zeigen.

Auch die SPD als zweite große Volkspartei erzeugt sehr unterschiedliche Reaktionen im Social Web und erreicht nur den zweitnegativsten Wert, während die FDP und die Grünen sich das Mittelfeld teilen. Die beste Wahrnehmung im Social Web erreichen damit die Linkspartei und die Piratenpartei. Damit wird der wahrscheinliche Ausgang der anstehenden Wahl komplett auf den Kopf gestellt. Welche langfristigen Auswirkungen diese schlechte Wahrnehmung der größeren Parteien auf zukünftige Wahlen haben wird, bleibt abzuwarten.


Viele geistige Eigentumsrechte sind unnötig – warum die Piratenpartei aus gesamtökonomischer Sicht nicht so falsch liegt!

September 18, 2009

(Klemens Skibicki)

Kürzlich fragte mich einer meiner Studenten, ob die Forderungen der Piratenpartei „zwar cool, aber volkswirtschaftlicher Blödsinn“ wären. Nach 12 Jahren Lehre unter anderem in Wettbewerbstheorie hat man zwar schnell Standardantworten parat, nach einigem Nachdenken wird aber wieder einmal klar, dass die Internet-Revolution auch hier neue Sichtweisen erfordert.

Schmarotzer oder gemeinnützig gerechtfertigte Enteignung?

Die Piratenpartei ist noch jung und ihr Programm ist nicht ausgereift. Einige zentrale Forderungen betreffen den Umgang mit geistigen Eigentumsrechten wie dem Patentschutz oder dem Schutz vor kostenloser Kopie von Musik. Für viele sind die Forderungen nach weitgehender Abschaffung dieser Rechte nur darin begründet, dass ein paar Schmarotzer nicht für Musik, Videos oder Software anderer bezahlen wollen. Die Inhaber sehen sich um die Früchte Ihrer Arbeit gebracht. Verständlich, dass sie die Verstöße gegen ihre Rechte bekämpfen, wo sie nur können. Die Forderungen der Piratenbewegung sind jedoch mehr als nur in einer „Umsonstmentalität“ begründet. Eine differenzierte Betrachtung ist angebracht.

Warum man Schutz vor kostenloser Nachahmung braucht!

Die gesamtwirtschaftliche Rechtfertigung für den Schutz vieler geistiger Eigentumsrechte sieht die herkömmliche Wettbewerbstheorie darin, dass genug Gewinnanreize bestehen müssen, damit Unternehmen Innovationen entwickeln und finanzieren können. Diese gibt es aber nur, wenn eine gesicherte Zeit lang dieses Recht alleine „ausgebeutet“ werden kann. Bei kostenloser Imitation würde der Entwickler auf seinen Kosten sitzen bleiben und deswegen keine Investition riskieren können. Kurz gesagt: Kein Schutz vor kostenloser Imitation führt zu unterlassener Innovation und damit Stillstand. Neue Produkte und Verfahren werden in der Folge nicht oder viel langsamer entwickelt. Es kommt zu ökonomischem Stillstand. Soweit die klassische ökonomische Theorie!

Das Internet  bringt eine Zeitenwende.

Historische Analysen zeigen, dass viele Innovationen in der Geschichte aus intrinsischer Motivation der Erfinder erfolgen. Es geht Ihnen also weniger um Geld, sondern z.B. um Anerkennung, dem Wunsch nach künstlerischer Erfüllung oder schlichtweg dem Spaß an der Freud, zu tüfteln oder eine Lösung zu finden. Vor allem bei teuren Entwicklungskosten reichen solche Motive aber nicht. Hier zog bisher das Argument, dass diese wirklich nicht getragen werden können, wenn keine entsprechenden Gewinnaussichten durch gesetzlichen Innovationsschutz bestehen. Im Zeitalter der kollaborativen Systeme des „Web 2.0“ genannten Internet-Zeitalters finden sich aber immer mehr Beispiele, die diese Sichtweise zumindest in Teilaspekten als überholt erscheinen lassen. Das Internet ermöglicht Produktionsweisen, die zuvor undenkbar waren.

Millionen Augen sehen und wissen mehr als Hundert aber viele Köche verderben NICHT den Brei!

Jedem bekannt ist der ungebrochene Siegeszug von Wikipedia. Das Prinzip der Online-Enzyklopädie ist so einfach wie genial: Hunderttausende von Autoren weltweit tragen ihr kleines Stück Spezialwissen auf einer einzigen Webseite zusammen. Sie bekommen dafür kein Geld und sehen von jeglichen Urheberrechten ab. Dadurch machen sie dieses Gesamtwissen größer als jede kleine Gruppe von Universalgenies dies jemals könnte. Diese „Weisheit der Massen“, die an einem Sammelpunkt gebündelt wird, kennt der Fernsehzuschauer vom Publikumsjoker von „Wer wird Millionär“. Dieser weist eine höhere Trefferquote auf als der Telefonjoker, bei dem der Kandidat bevorzugt den seiner Meinung nach gebildetsten Kopf anruft, den er kennt. Ein wichtiger Unterschied besteht jedoch darin, dass die Gruppe der Befragten nicht auf die Studiogäste beschränkt ist, sondern im Prinzip auf alle Internetnutzer weltweit ausgedehnt werden kann. Viele Augen sehen hier mehr als weniger. Dieses Funktionsprinzip gilt nicht nur für die Erstellung des Wissens, sondern auch für dessen Kontrolle und Verbesserung. Die Gemeinschaft der Autoren verbessert die jeweiligen Einträge und überwacht die Grundregeln der Online-Enzyklopädie, z.B. das Gebot der Neutralität. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Gegen die Erwartungen vieler führt diese Maxime der „Schwarmintelligenz“ zu Ergebnissen, die in Vergleichstests weltweit mit klassisch von Expertenteams in Verlagen produzierten Werken wie dem Brockhaus besser abschnitten: Wikipedia hatte weniger Fehler, war vielfältiger, aktueller und vor allem noch für den Nutzer kostenlos obendrein. Kein Autor wurde mit Geld bezahlt, niemand verlangte die Entlohnung irgendwelcher Rechte. Folglich musste der Webseitenbetreiber auch keine Gebühren dafür erheben. Die laufenden technischen Kosten werden über eine Stiftung gedeckt. In der Folge dieses Wettbewerbs stellt der Brockhaus 2008 nach 200 Jahren Firmengeschichte seine Printproduktion ein, andere dürften folgen. Das mag für das einzelne Unternehmen bedauerlich sein, aber gesamtwirtschaftlich wird hier ein nutzenstiftendes Gut kostenlos für alle bereitgestellt. Die Urheberrechte der Brockhaus-Autoren bleiben zwar geschützt aber unter der Macht des faktischen Wettbewerbs findet sich niemand mehr, der bereit ist, dafür zu bezahlen. Hier macht der Wettbewerb die Forderung der Piratenpartei obsolet.

Das gibt es nur, wenn Du das andere auch kaufst!

In anderen Fällen jedoch können Unternehmen ihre Kunden zur Zahlung für geistige Eigentumsrechte zwingen, z.B. weil sie die Marktmacht haben, dass Produkte im Verbund gekauft werden müssen. Konkret bedeutet dies, dass man auch Produkte mitbezahlen muss, deren gleichwertige Konkurrenz auch kostenlos bezogen werden könnte, weil niemand dafür Entwicklungskosten berechnen will. Damit sind wir bei den Patenten für Computersoftware, einem der Lieblingszielscheiben der Piratenpartei. Auch hier findet man mittlerweile Beispiele, die die uneingeschränkte Notwendigkeit von Innovationsschutzrechten widerlegen. Es müssen jedoch die Voraussetzungen für kollaborative Systeme vorliegen. Im speziellen Fall betrifft das die Erstellung der Open Source Betriebssystem-Software Linux, ein anderer wäre die Weiterentwicklung des Webbrowsers Mozilla Firefox. In Konkurrenz zum früheren Quasi-Monopolisten Microsoft mit seinem Windows-Betriebssystem entwickelte oder verbesserte die weltweite Community von Programmieren ohne Bezahlung solche Produkte.

Es geht auch ohne Geldzahlung, manchmal reicht sogar der Spaß an der Freud!

„Open Source“ bedeutet, dass jeder über den Programmiercode verfügen kann und ein weiteres Stück hinzufügen oder verbessern kann, solange er dieses auch anderen frei zur Nutzung oder Entwicklung zugänglich macht. Die Motivation besteht dabei in der Lust an der Verbesserung, dem Helfen von anderen oder für nicht wenige schlicht im Ärgern von Microsoft. Auf dieses Weise entstand im Falle des Linux-Systems eine Software, dessen kalkulatorischer Produktionswert – also wenn man hierfür Programmierer hätte bezahlen müssen – auf rund 10,8 Mrd US-Dollar geschätzt wurde. Dieser gigantische Wert zeigt nicht nur die Leistungsfähigkeit solcher offenen Communitys, sondern entspricht auch dem geschätzten Wert des Microsoft Windows Vista Betriebssystems. Bei solch einer Leistung ist zumindest der Beweis geliefert, dass Schutzrechte nicht die alleinige Voraussetzung für Innovation sind. Ein ähnlich spannendes Produktionsprojekt startete das Social Network Facebook.com, das im fünften Jahr seines Bestehens weltweit mehr als 300 Millionen Nutzer zählt.

Facebook: Share and grow!

Im Mai 2007 erklärte dessen Gründer Mark Zuckerberg, dass er alle Software-Entwickler einlädt, Applikationen zu programmieren, die auf Facebook zugreifen können. Dahinter steckt also wieder das schon bei Wikipedia beschriebene Prinzip der Weisheit der Massen – jeder bringt sein kleines Stück Spezialwissen auf einer Plattform zusammen. Das Ergebnis ist ein weiteres Mal erstaunlich. Bereits 2 Jahre nach diesem Schritt haben nach Angaben des Betreibers weltweit bereits mehr als 1 Millionen Entwickler aus 180 Ländern die mittlerweile 350.000 Applikationen für Facebook produziert. Sie verlangen dafür keine direkte monetäre Entlohnung. Facebook ist für die Nutzer weiterhin kostenlos und die Entwickler bekommen keine direkten Geldzahlungen. Allein die Hoffnung auf neue Kunden oder eine entsprechende Verwertung der gewonnenen Nutzerdaten für Werbung reicht in den meisten Fällen aus. In anderen reichte sogar der Spaß daran, vielen Menschen zu zeigen, was für eine interessante Software man programmieren kann. Ganz nebenbei wurde Facebook durch diese Methode von „Share and grow“ zu einem der größten Social Networks, das seinen Nutzern so viele Möglichkeiten bieten kann wie keine anderes. Zu fragen bleibt, wie teuer der Software-Gigant Microsoft mit seinen 89.000 Mitarbeitern (plus externe Entwickler) ein solches Produkt hätte produzieren können – und vor allem, wie viel man dafür verlangen würde?

Kostenlos ist nicht umsonst, aber lass den Nutzer wählen!

Als Ökonom weiß man, dass nichts auf dieser Welt kostenlos ist. In irgendeiner Form müssen Ressourcen entlohnt werden, sonst trägt niemand den Aufwand. Wenn aber – wie in den beschriebenen Fällen – die Anerkennung durch andere oder die Hoffnung auf potentielle Kunden ausreicht, gigantische Ressourcen zu motivieren, ist die Notwendigkeit zum gesetzlichen Innovationsschutz ohne Wahlmöglichkeit zumindest in Frage zu stellen. Was passiert, wenn die Nutzer die Wahl im Wettbewerb haben, wurde im Fall Wikipedia gezeigt – Schade für Brockhaus, gut für die Gesellschaft.

Schmarotzer oder gemeinnützig gerechtfertigte Enteignung?

Die Piratenpartei konkretisiert die hier beschriebenen Grundgedanken der weggefallenen eindeutigen gesamtwirtschaftlichen Rechtfertigung eines Innovationsschutzes in Teilen ihrer politischen Forderungen. Im Einzelfall bleibt zu prüfen, wo es sich um den Wegfall simpler überkommener Besitzstände einzelner oder um für den Fortschritt einer Gesellschaft notwenigen Schutz für Innovation handelt – eine Frage die bei der Kopie von Videos oder Musik vielleicht anders beantwortet wird als bei Software-Patenten. Werde mal weiter grübeln, Fortsetzung folgt.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.