In drei Klicks zur Community – wo geht die Reise hin?

Dezember 6, 2007

Wurden bisher Communities zu horrenden Preisen an Unternehmen verkauft, so kann sich inzwischen jeder Internet Surfer in wenigen Schritten eine eigene Community aufbauen. Diese Idee hatte bereits 2004 der Gründer von Netscape, Marc Andreesen, mit seinem Unternehmen Ning.com. Inzwischen sind auch einige deutsche Unternehmen auf den Zug aufgesprungen. Myfaible.de, Mixxt.de, six-groups.de, groops.de und mypeopls.de bieten mit ein paar Klicks die eigene Community, obendrein kostenlos. Zwei Fragen liegen nahe:

1. Womit verdienen die Geld?

2. Wo ist der Haken für die Betreiber einer kostenlosen Community?

Die meisten Anbieter verdienen Geld über Werbung, die sie in die Community hineinschalten. Alternativ kann der Betreiber die Werbung gegen Bezahlung ausschalten und eigene Werbung schalten. Hier unterscheiden sich die Anbieter – alle setzen langfristig darauf, mit Zusatzservices Geld zu verdienen. Dazu gehören neben der Freischaltung der Werbung mehr Speicherplatz, Schnelligkeit und weitere kostenpflichtige Community Module.

Darüber hinaus setzen viele Community Anbieter auf White Label Lösungen für Unternehmen. Aus unserer bisherigen Erfahrung als Web 2.0 Consultants und Community Enabler stoßen die Anbieter schnell an Kapazitätsgrenzen. Dann wird die Entscheidung schnell fallen: Entweder die eigene Meta-Community, oder alternativ die White Label Lösungen. Solange immer noch die Big Deals bei Community Käufen realisierbar erscheinen, bleibt das Thema Meta Community interessant.

Wie werden sich die Anbieter der „schnellen“ Communities entscheiden?

Auch die Qualität der kleinen Communities ist meist nicht hoch, da viele Community Builder zu wenig Erfahrung mit der Vermarktung und dem Betrieb einer Community haben – mal ganz abgesehen von der Technik. Womöglich ist auch das ein Grund dafür, daß selbst Ning bisher kaum Communities besitzt, die mehr als 10 Mitglieder haben – und das bei 150.000 Social Networks! Aber vielleicht ist auch die Zeit noch nicht gekommen.

Unserer Meinung nach werden die Meta-Community Anbieter nur dann erfolgreich sein, wenn sie effiziente Erlöskomponenten einbinden und ein vernünftiges Marketing Konzept fahren!

Wir haben eine Studie erstellt, die die bisherigen Meta-Communities gegenüberstellt und im Detail analysiert. Bei Interesse bitte eine E-Mail an info@brain-injection.com