Social Media Anwendertipp „Browser-Toolbar“… Lassen Sie sich nicht mehr verpassen!

September 7, 2010

Aufwand: 4-8 Wochen

Ähnlich wie bei einer Handy-App begleitet Sie eine Browser-Toolbar immer beim Surfen im Internet. Allein für den Mozilla Firefox Browser gibt es Hunderttausende Add-ons, also Programme, die Sie zusätzlich installieren können. Die Google-Toolbar gehört zu den beliebtesten Add-ons, die eine Suche bei Google direkt über die Symbolleiste ermöglicht.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen ein kleines Beispiel, bei dem wir erfolgreich eine Browser-Toolbar entwickelt haben. Die Cashback-Plattform MeinAnteil.de bietet bei mehreren Hundert Shops im Internet eine Art Rabatt in Bargeldform an. Sobald der Kunde von MeinAnteil.de zum Shop klickt und dann dort bestellt oder sich anmeldet, erhält er dafür eine Provision von MeinAnteil.de. Einziges Problem: Er kann sich nicht alle Shops merken, die bei MeinAnteil.de gelistet sind. Aus diesem Grund wurde ein Add-on für die Firefox-Toolbar entwickelt, die immer dann dem Kunden einen Hinweis gibt, wenn er auf einer Shop-Partner-Webseite surft. Wenn man beispielsweise auf otto.de vorbei surft, fährt dezent ein Balken herunter, der über Cashback und vorhandene Gutscheine informiert. Mit einem Klick landet der Nutzer auf der Detailinformation zum Shop auf MeinAnteil.de. Ein weiterer Klick zurück auf den Shop sichert dem Nutzer seine Provision. Der Toolbar wurde der Name „Sparmelder“ verpasst. Anschließend wurde sie auf dem Firefox-Portal für Add-ons zum Download angeboten. Bereits nach wenigen Tagen verzeichnete die Plattform über 1.000 Downloads.

Mozilla bietet dem Entwickler von Toolbars diverse Statistiken über Downloads und aktuelle Installationen. Allerdings muss man etwas Zeit mitbringen, bis ein Add-on offiziell freigegeben wird. Nachdem man sich als Entwickler angemeldet hat, muss die Software hochgeladen werden. Einige Tester aus der Mozilla-Community prüfen die Software und geben sie dann nach ca. 3-4 Wochen für alle zum Download frei. Die Plattform von Mozilla ist für Sie als Add-on-Hersteller eine kostenlose Vertriebsbasis, da hier monatlich ca. 40 Millionen Downloads registriert werden.

Das Ergebnis: Die Toolbar sorgt aus Sicht des Betreibers sowohl für Neukunden als auch für steigende Umsätze – und der Kunde erhält einen klaren Mehrwert – die Toolbar hilft beim Sparen.

Wenn Sie eine Toolbar entwickeln, achten Sie auf Folgendes:

Analysieren Sie z.B. mit Google-Analytics, mit welchen Browsern Ihre Zielgruppe schwerpunktmäßig Ihre Webseiten absurft. Hieraus entsteht eine Priorisierung in der Entwicklung. Wundern Sie sich übrigens nicht über die im Vergleich zu Firefox höheren Entwicklungskosten bei einer Toolbar für den Internet Explorer – der Aufwand ist einfach höher!

Weiterhin sollten Sie bei der Konzeption berücksichtigen, dass der Internetnutzer nicht durch die Toolbar gestört bzw. genervt wird. Sonst wird sie sehr schnell wieder deinstalliert und hat damit keinen Erfolg.

Bei der Vermarktung von Add-ons halten Sie Ausschau nach Download-Portalen und stellen Sie die Software dort ein. Einige Portale bieten zur Vermarktungsunterstützung kostenpflichtige Dienste an, die sie sich meistens per „Pay per Download“ bezahlen lassen. Im Einzelfall kann das zu Beginn sinnvoll sein, um schnell einen Eintritt in den Markt zu erzielen. Letztlich hängt es von Ihrem Budget ab.

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